| Trost und Trauer | ![]() |
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Wir können nicht das Leid aus der Welt
schaffen. Ruth Rau |
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Wenn
ich tot bin, Indianisches Gebet |
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Ich bin nicht tot, |
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Jedes Leben ist ein Geschenk,
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Das
einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, |
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Niemand
ist fort, den man liebt. |
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Und
immer sind irgendwo Spuren Deines Lebens, |
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Leuchtende
Tage, |
Einschlafen
dürfen, |
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Ich gehe langsam aus der
Welt heraus in eine Landschaft |
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Kurzes Glück schwamm
mit den Wolkenmassen, |
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Erinnerungen
sind kleine Sterne,
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Je schöner und voller die
Erinnerung, (Dietrich Bonhoeffer)
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Ein Tier blickt Dich an
Ein Tier blickt Dich an
- mit stummen Augen.
Der Sprache Hoheit ist
ihm nicht gegeben.
Doch liebt es Dich, so
wie es eben kann
und bleibt Dir treu ein
ganzes Leben lang.
Sag' nicht, die Tiere
hätte keine Seele,
auch sie hat Gottes
Atem sanft berührt.
Sie fühlen, wessen Hand
sie quälte
und wissen, was zum
Glücke führt.
Du kannst Dir keinen
besseren Kameraden denken,
der Dich in Glück und
Unglück nimmer lässt allein.
Willst Du die Schritte
zum Paradiese lenken, bedenk':
Dort werden auch die
Tiere sein!
Autor unbekannt
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Heut' ist ein Freund von mir gegangen |
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Heut' ist ein Freund von mir gegangen, |
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der jahrelang mein Leben hat geteilt, |
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der meine Tränen, meine Freude kannte |
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und jede Stunde hat bei mir geweilt. |
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Sein Herz war angefüllt mit Liebe, |
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sein Sinn so edel ohne falsche Scham. |
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Und alle lieben Worte, die ich sprach, |
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wie Balsam in die Seele ihm versanken. |
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Heut' ist ein Freund von mir gegangen, |
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wie bitter war für mich die Stunde.- |
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Zu sagen hab' ich noch vergessen: |
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Ich sprach von meinem Hunde --- |
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Autor unbekannt - danke dir, Regina ! |
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| es wird aussehen, als wäre ich tot, | ||
| und das wird nicht wahr sein..... | ||
| Und wenn du dich getröstet hast, | ||
| wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. | ||
| Du wirst immer mein Freund sein, | ||
| du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. | ||
| Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, | ||
| gerade so zum Vergnügen... | ||
| Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, | ||
| dass du den Himmel anblickst und lachst. | ||
| Antoine de Saint-Exupéry | ||
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| Bin ich dereinst gebrechlich und schwach |
| und quälende Pein hält mich ständig wach - |
| was du dann tun mußt - tu es allein. |
| Die letzte Schlacht wird verloren sein. |
| Dass du sehr traurig , verstehe ich wohl. |
| Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll. |
| An diesem Tag- mehr als jemals geschehn - |
| muß deine Freundschaft das Schwerste bestehen. |
| Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück. |
| Furcht vor dem Muß? Es gibt kein Zurück. |
| Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei. |
| Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei. |
| Begleite mich dahin, wohin ich gehen muß. |
| Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluß. |
| Und halte mich fest und red mir gut zu, |
| bis meine Augen kommen zur Ruh. |
| Mit der Zeit- ich bin sicher- wirst du es wissen, |
| es war deine Liebe, die du mir erwiesen. |
| Vertrautes Wedeln ein letztes Mal - |
| du hast mich befreit von Schmerzen und Qual. |
| Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist, |
| der Herr dieser schweren Entscheidung ist. |
| Wir waren beide so innig vereint. |
| Es darf nicht sein, daß dein Herz um mich weint. |
| (aus dem Englischen übertragen von Werner Schuster 1983) |
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| Hunde im Himmel - Autor unbekannt |
| Ein alter Mann und sein Hund spazierten einen schmutzigen Weg entlang, |
| auf beiden Seiten des Weges waren Zäune. |
| Sie kamen zu einer Türe im Zaun und schauten in das Grundstück. Dort gab |
| es schöne Wiesen und Waldstücke, genau so wie es ein Jagdhund |
| und der Jäger liebt. |
| Jedoch stand auf einem Schild "Durchgang verboten" – daher gingen sie weiter. |
| Sie kamen an ein schönes Tor, in welchem eine Person in weißer Robe stand. |
| "Willkommen im Himmel" sagte diese. Der alte Mann war glücklich und |
| wollte geradewegs mit seinem Hund eintreten. Doch der Türwächter |
| stoppte ihn. |
| "Hunde sind nicht erlaubt, es tut mir leid, aber der darf nicht mit Ihnen |
| herein kommen". |
| "Was ist denn das für ein Himmel , wo Hunde nicht erlaubt sind? Wenn er |
| nicht hinein darf, dann bleibe ich mit ihm draußen. Er war sein ganzes |
| Leben lang mein treuer Begleiter, da kann ich ihn doch jetzt nicht einfach |
| zurücklassen". |
| "Sie müssen wissen, was sie tun – aber ich warne Sie , der Teufel ist auf |
| diesem Weg und wird versuchen Sie zu überreden, bei ihm einzukehren. |
| Er wird Ihnen alles mögliche versprechen – aber auch bei ihm sind keine |
| Hunde willkommen. Wenn Sie Ihren Hund jetzt nicht hier zurücklassen, |
| dann bleiben Sie bis in alle Ewigkeit auf diesem schmutzigen, steinigen Weg" |
| Der alte Mann ging weiter mit seinem Hund. |
| Sie kamen an einen heruntergetrampelten Zaun ohne Tor, lediglich mit |
| einem Loch. Ein alter Mann stand darinnen. " Entschuldigen Sie, |
| mein Hund und ich sind sehr müde, macht es Ihnen etwas aus, |
| wenn wir reinkommen und uns etwas in den Schatten setzen"? |
| "Aber nein – kommen Sie ruhig herein, dort unter dem Baum ist auch |
| etwas Wasser. Machen Sie es sich ruhig etwas bequem!" |
| "Macht es Ihnen wirklich nichts aus, wenn ich meinen Hund mit herein- |
| bringe? Ein Mann dort unten an der Straße sagte mir, dass Hunde |
| hier nirgends erlaubt sind." |
| "Würden Sie denn hereinkommen, wenn Ihr Hund draußen bleiben |
| müsste?" "nein, mein Herr, darum bin auch nicht in den Himmel |
| gekommen, nachdem dort Hunde nicht willkommen sind, da |
| bleiben wir lieber bis in alle Ewigkeit auf dem Weg. Mit etwas Wasser |
| und Schatten wären wir schon zufrieden. Ich komme auf keinen |
| Fall herein, falls mein Liebling draußen bleiben muß." |
| Der Mann lächelte und sagte :" Willkommen im Himmel." |
| "Sind Sie sich sicher, dass hier der Himmel ist und dass Hunde erlaubt |
| sind? Wie kommt dann der da unten zu der Aussage, dass Hunde nicht |
| erlaubt sind?" |
| "Das da unten war der Teufel, der alle Leute zu sich holt, die ein |
| komfortables Leben haben möchten und dafür bereit sind, den |
| Begleiter ihres Lebens aufzugeben. Diese finden zwar bald heraus, |
| dass dies ein Fehler war, aber dann ist es zu spät. |
| Die Hunde kommen hierher, die schlechten Menschen aber bleiben dort. |
| Gott würde nie erlauben, dass Hunde aus dem Himmel verbannt werden. |
| Und überhaupt, er erschuf sie , um Menschen im Leben zu begleiten, |
| warum sollte er daher beide im Tod trennen?" |
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| Steh nicht an meinem Grab und weine | ![]() |
| Steh nicht an meinem Grab und weine. | |
| Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht. | |
| Ich bin wie tausend Winde, die wehen. | |
| Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees. | |
| Ich bin das Sonnenlicht aus reifendem Korn. | |
| Ich bin der sanfte Herbstregen. | |
| Wenn du aufwachst in des Morgens Stille, bin ich der flinke | |
| Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug. | |
| Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet. | |
| Stehe nicht an meinem Grab und weine. | |
| Ich bin nicht fort. Ich bin nicht tot. | |
| anonymes Zitat aus : Penelope Smith, Gespräche mit Tieren | |
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Dann erst dann |
| Wenn ich |
| im Glanz der Sonne |
| dein Lächeln nicht sehe |
| Wenn ich |
| im Gesang der Vögel |
| deine Stimme nicht höre |
| Wenn ich |
| in fremden Gesichtern |
| deines nicht suche |
| Dann |
| erst dann |
| bist du wirklich gestorben. |
| Helga Hochmann |
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Besitzen und Loslassen |
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Man besitzt nie etwas wirklich. |
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Nur eine Zeitlang bewahrt man es auf. |
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Ist man nicht fähig, es wegzugeben, |
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wird man selbst festgehalten. |
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Was immer man sammelt, |
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muß sein wie Wasser in der hohlen Hand. |
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Greift man zu. Läuft es weg. |
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Willst du es besitzen, beschmutzt du es. |
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Läßt du es los, ist es für immer dein. |
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Trauer kann in ihrem Fließen |
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am besten in einem Netz |
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von Beziehungen unterstützt werden. |
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Jorgos Canacakis |