Der
IJH-
BUCHTIP
Jakob
Kurz:
Das
Schwarzbuch der Jagd
Der
Grünrock - Herr in Wald und Flur?
Erschienen
bei Books on Demand
ISBN
3-8334-1486-3
€
9,80
Jakob
Kurz beschäftigt sich mit den Auswüchsen der Hobbyjagd in
Deutschland, vor allem mit dem Tod von mehr als 400.000 Hunden und
Katzen, die jährlich im Rahmen eines längst überholten
Jagdschutzparagraphen 23 durch Falle, Schrot, Kugel oder Jagdhunde
ihr Leben lassen müssen. Fälle, Beispiele, Schicksale Betroffener
sowie die Gefährdung von Personen durch jägerliche Unvernunft
werden hier übersichtlich dargestellt. Auch ein Kapitel "Das
Seelenleben des Jägers" gibt es, sowie Informationen zum
Hegeunsinn, zur Aufrüstung an der Jägerfront, zu Fallen, zum
Internetkrieg zwischen Jägern und Jagdkritikern, zum Katzenwürgen,
zur Weidgerechtigkeit, zu Görings
Jagdgesetz u.v.m. - absolut
lesenswert.
Auch
der Preis ist in Ordnung.
Das Buch ist wesentlich mehr wert als die € 9,80 die es kostet.
Fazit
des Autors:
Alte
Zöpfe müssen abgeschnitten, die Jagd in Deutschland muss dringend
reformiert, mit neuen Gesetzen den wild- und waldbiologischen
Erkenntnissen angepasst werden.
Hier
sein Vorwort:
"Die
Jagd ist, anders als die landläufige Meinung unter Jägern, kein
Grundrecht. Die Jagd ist letztendlich nur eine aus dem Jagdrecht
sich ergebende Nutzung. Der Staat hat diese Nutzung zu
kontrollieren, muß womöglich das Recht zu jagen exakt bestimmen,
auch einschränken und - wenn nötig - örtlich oder sachlich
verbieten.
In
der Bundesrepublik Deutschland ist die Jagd Traditionen verhaftet,
wie in sonst kaum einer anderen Organisation. Alte Zöpfe werden
nicht abgeschnitten, an alten Zöpfen wird fleißig
weitergeflochten. Vielfach zum Schaden von Tier und Natur.
Der
Staat ist somit verpflichtet, mit zusätzlichen Gesetzen den neuen
wild- und waldbiologischen Erkenntnissen Rechnung zu tragen. Stimmt
das Parlament der von der rot-grünen Koalition ausgearbeiteten
Novelle zum Bundesjagdgesetz zu, erlangt die notwendige Neufassung
Gesetzeskraft, dann gehören die oft unglaublich anmutenden
Schilderungen der 'Jagd von heute' bder Vergangenheit an. Weil dann
viel Unrechgt an Tier und Natur beseitigt, viel Schaden an Tier und
Natur behoben ist. Der deutsche Jäger darf dann keine Haustiere
mehr töten, darf seinen Jagdhund am lebenden Tier nicht mehr
ausbilden, der Jagdhund darf keine Katze mehr totwürgen. Der
deutsche Jäger darf mit Fallen keine Tiere mehr fangen und töten,
darf mit Bleischrot nicht mehr auf Wildtiere schießen, dann hört
endlich auch die unsinnige Mast der Wildtiere auf. (...)
Ist
die Jagd ein Auslaufmodell? Nach Meinung des Bürgers, des Nichtjägers:
"Ja!". Nur dauern wird das, lange wird das dauern...
Herrsching,
im Sommer 2004
Jakob Kurz
Hinweis:
Leider stimmen die auf S. 158 angegebenen Ansprechpartner der
Initiative
jagdgefährdeter Haustiere (www.ijh.de)
nicht mehr.
Für
Kontakte stehen zur Verfügung:
Unsere
Info-Adresse
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Hier wird an den zuständigen Ansprechpartner
weitervermittelt
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Hallek
Schloßbergstr.
10
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Reitenbuch
Tel.
abends und am Wochenende:
08236 - 5688
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Klein
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Odenthal-Höffe
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