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Entscheidendes |
| Gott bietet jedem Menschen |
| die Wahl, entweder nach Wahrheit zu streben |
| oder nach Behaglichkeit. |
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Nimm dir, welches du willst – |
| doch du kannst nicht beides haben. |
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Albert Schweitzer |
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Voranstellen möchte ich mein Lieblingsgedicht |
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von Rainer Maria Rilke |
| Der Panther |
| Im Jardin des Plantes, Paris |
| Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe |
| so müde geworden, dass er nichts mehr hält. |
| Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe |
| und hinter tausend Stäben keine Welt. |
| Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, |
| der sich im allerkleinsten Kreise dreht, |
| ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, |
| in der betäubt ein grosser Wille steht. |
| Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille |
| sich lautlos auf--. Dann geht ein Bild hinein, |
| geht durch der Glieder angespannte Stille-- |
| und hört im Herzen auf zu sein. |
| From Neue Gedichte (1907) |
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Katze
in der leeren Wohnung |
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hier bin ich ! |
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| meine Sicht von Mensch und Natur | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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die kleine Freude |
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| ist genügsam | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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im kleinsten Augenblick |
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im winzigen Flügelschlag |
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im wiegenden Halm |
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in der Lust der Kreatur |
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| und manchmal auch in mir | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Spätsommer ( 1986, nach Tschernobyl) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wenn die Tage sich verkürzen |
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sättigen sich hungrige Blicke |
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an blonden Feldern |
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atmen sich Nikotinlungen |
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durch tanzende Schwärme |
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kleiner Plagegeister |
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winziges Treiben am Boden |
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| Mikrowelt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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für weit geöffnete Augen |
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ich hab ein zärtliches Gefühl |
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| Hundewinterspaziergang (an der Aller) |
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Januarsturm fegt über die Felder |
| am Fluß |
| voran die Großen pferdegleich |
| geschnaubte weiße Wölkchen |
| rotnasig ringe ich nach Luft |
| der Himmel so unendlich weit |
| Wolken wie gewaltige Urwesen |
| ziehen schnell so schnell |
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lassen uns treiben |
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eins mit dem Sturm |
| Schwanenfamilie wachsam die Hälse reckt |
| im spiegelnden Wasser |
| rau krächzt der Reiher |
| und streicht ab |
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schlicht und karg |
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Landschaft reduziert |
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auf die Elemente |
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Treibjagd |
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Der Hase hatte überlebt |
| Und dachte voll Zorn |
| Dass er niemals |
| Der Jäger sein würde |
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| Hoffnung |
| Alte Gedanken fallen herab |
| wie Schneeflocken |
| ich fege sie zur Seite |
| nicht kraftvoll genug |
| einige bleiben |
| aber die Sonne hat |
| schon mittags mehr Kraft |
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| Lebensfreude |
| Taumeln lachen staunen |
| glänzende Augen aufgerissen |
| wie ein Kind am Heiligabend |
| Lebensfreude Liebe |
| wie schön zu leben ! |
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| Großstadt |
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allein und unbeachtet |
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im Schwatzen Kichern Motorlärm |
| verwegne Kleider laute Musik |
| und Straßenmaler |
| Kinder kreischen Hunde kläffen |
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baden |
| und versinken |
| tauchen und erfrischt |
| dahinten an der Ruhe feilen. |
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