Darf ich mich vorstellen ?
 
Mein Name ist Iman, el Jefe,
eigentlich der Boss unter uns Vierbeinern

Meine Wurzeln liegen in Spanien, wo meine Brüder und Schwestern
die Wanderhirten und ihre Schafe schützen, besonders gegen Bär und
Wolf, auch gegen zweibeinige Diebe. Die Zeiten sind nahezu vorbei
und nur wenige werden dort noch zur Arbeit gebraucht. Die einen
halten mich für einen Hirtenhund, andere für einen Herdenschutzhund,
manche auch für einen Molosser.    Was bin ich nun?

Dosenöffner holte mich im Mai 1996, da war ich 8 Wochen alt
und sollte vom damals amtierenden Chef Arthos unterrichtet werden. 

 
Hier noch im Kreise meiner Geschwister,
dickbräsig in der Mitte, 
das bin ich.
 
Ich wuchs heran, hatte es faustdick hinter den Ohren, und hörte lange
auf einen Namen der wie Mistbock klang. Als ich drauf zu hören begann,
hieß ich plötzlich Iman, verstehe das wer will, Dosi's halt........

 
 
meine Liebe zum Wasser
begleitet mich immer.
 
Ob wie hier an der Aller
 

 
oder in glasklarem Gebirgsbach
auf Korsika.
 

  was für ein Hundeleben !

letztes Jahr ist Dosi mit uns umgezogen.
Sie hatte immer nach dem richtigen Umfeld für uns gesucht, das   
bedeutet in erster Linie keine Nachbarn, da nicht jeder ein offenes 
Ohr für die lieblichen Gesänge unseres Trio Infernales hat. Sagt Dosi.
Vor allem ist es auch entspannend, wir können kilometerweit laufen
ohne auf jemanden zu treffen, wenn wir das wollen.

Schön ist auch, dass wir jede Menge 
Besuch mit oder ohne Hunde bekommen  
und es viel Platz zum Toben gibt,  
denn unsere 8500 qm sind komplett 
eingezäunt. 
Abgesehen von den unzensierten Brüllorgien.
Leider muß ich derzeit etwas kürzer treten, obwohl ich erst 6 bin,
denn ich habe eine *** Herzkrankheit, die mir manchmal den Atem
raubt. Dosi bat mich, noch lange durchzuhalten, und ich will ihr den
Gefallen tun, wenn ich kann.
hasta luego
euer Iman   

 

 

Iman trotzte seiner Krankheit noch ein gutes Jahr ab, dann reichte die Kraft nicht mehr.
Heute, am 10.7.2003 verabschiedeten wir uns von einander.
Eine große Leere bleibt...
die Zeilen , die meine eigene Endlichkeit beschreiben, mögen auch für ihn gelten
 

keine Angst mehr vor dem Aufhören- zu- leben

keine Angst mehr vor dem langen Schlaf

hilflose Trauer nur

meine grünen Wiesen nie mehr zu sehen